Denn was folgt, ist ein Wochenende voller Emotionen, Wendepunkte und Legendenbildung. Die Schweiz feiert in der Abfahrt einen Dreifachsieg. Walter Tresch gewinnt völlig überraschend mit der Startnummer 39 – es ist sein erster Weltcupsieg. Hinter ihm fahren Bernhard Russi und Andreas Sprecher auf das Podest. Im Slalom triumphiert der Amerikaner Tyler Palmer, in der Kombination setzt sich Gustav Thöni durch. Ein Wochenende, das international glänzt und national glänzen lässt.
1971 ist aber nicht nur sportlich ein Meilenstein. Im selben Jahr übernimmt Viktor Gertsch die Leitung des Organisationskomitees von seinem Vater Ernst, dem Gründer der Lauberhornrennen. Ernst wird Ehrenpräsident, Fredy Fuchs wird Technischer Leiter, Karl Molitor Rennleiter, Alfred Kunz übernimmt das Sekretariat und Urs Liebethal die Finanzen. Es ist der Beginn einer neuen Ära – nicht nur auf der Strecke, sondern auch hinter den Kulissen.
Und obwohl das Rennen nicht auf Wengens berühmter Abfahrt stattfand, bleibt 1971 ein fester Bestandteil der Lauberhorn-DNA. Denn es zeigt: Die Legende lebt nicht nur vom Ort – sondern von den Menschen, der Leidenschaft und dem unbedingten Willen, Rennen möglich zu machen. Auch dann, wenn alles dagegen spricht.
Das ist Lauberhorn. Das ist Home of Legends.
