88. Int. Lauberhornrennen 12.-14. Januar 2018
Wengen

Donatoren-RS und Skifest: Föhn blieb Lauberhörnlern treu

Der Guggiföhn blies am Samstag die Rennfahrerinnen und Rennfahrer direkt vom Lauberhorn-Starthaus ins Zielhaus nach Innerwengen. Dort warteten ihnen statt Medaillen Würste. Dem Donatoren- und Helferfest konnte der Föhn aber nichts anhaben.
 
Alles war bereit am Samstagmorgen: Heinz von Allmen hatte zwischen dem Lauberhornstarthaus und dem Wengensee unterhalb des Russisprungs einen Riesenslalom ausgesteckt. Bob Lehmann, seines Zeichens TD Swiss-Ski und Wettkampfleiter, hatte die Strecke als den Regeln entsprechend befunden, nur Urs Näpflin, der OK-Präsident, schaute zweifelnd in Richtung Guggigletscher. Denn er kennt den ältestens Wengener! Und dieser liess ihn nicht im Stich. Er blies immer heftiger Richtung Lauberhorn. Die Sesselbahnen stellten den Betrieb ein, und die Rennkanonen mit den Startnummern vor der Brust flüchteten in die Startbar. So lange es Platz hatte. Der Start wurde um eine Stunde verschoben. Dann bliesen auch die Organisatoren. Nämlich den Start ab. Die gegen 150 verhinderten Rennerinnen und Renner fuhren „im Schwarm“ die Rennpiste hinunter nach Innerwengen. Denn dort stieg das 4. Lauberhorn-Skifest.
Eingeladen waren Mitglieder des Lauberhorn-Trägervereins, Donatoren, Partner, Sponsoren sowie Helferinnen und Helfer. Alles grosse Lauberhornfreunde! 276 waren dabei. Oberländer, Innerschweizer, Mittelländer, Welsche und Fieschertaler. Aber auch eine Dame aus Stockholm, Lauerhorn-Fans aus Schönau an der Triesting (Bezirk Baden in Niederösterreich), aus Babenhausen (Südhessen) und dem Bühlertal im Schwarzwald). Auch Bermudas waren dabei. Nicht solche von den Inseln im Atlantik, sondern die Musikanten aus Wilderswil.
Statt Medaillen gab es  Leckeres vom Grill, genügend Tranksame und Worte des Dankes von OK-Präsident Urs Näpflin für die Unterstützung. Er erinnerte daran, dass das Horerenne seit 35 Jahren auf den Donatorenclub zählen kann. Und er verriet, dass der Einheimische Hans von Allmen (ds Bad-Hänsi) von Anfang an dabei ist. Näpflin dankte den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die im vergangenen Jänner wetterbedingt Ausserordentliches leisten mussten. „Das Wetter hat uns bös mitgespielt“, hielt der OK-Präsi fest, „das reicht nun, in den kommenden 10 Jahren werden wir Ruhe haben“.
Das Wetterpech an den 87. Lauberhornrennen sorgte natürlich unter den Festenden für Gesprächsstoff. Ist der Präsident schuld? Ist der Föhn gar ein Österreicher? Nach intensivem Studieren und Diskutieren, fands ein Böniger heraus: „Die Jungfrau Skiregion hat dem Föhn ein Saisonabi verkauft!“

Ueli Flück
 
 
Der OK-Präsident und der Rennleiter der Lauberhorn-Weltcuprennen, Urs Näpflin (l.) und Bob Lehmann, sind bester Laune, obwohl ihnen der Föhn einmal mehr ins Handwerk pfuschte.



Text und Bilder: Ueli Flück

Weitere Bilder von Lia Näpflin in der Jungfrau Zeitung


veröffentlicht
16:26:21 04.04.2017
Team Lauberhorn